Es ist Ende November. Nur noch wenige Wochen bis zum Jahresende. Dann werden wieder einmal zwölf Monate vergangen sein.

Wie wird es dir damit gehen? Erfüllt dich der Gedanke an das zurückliegende Jahr mit Freude, Stolz und Zufriedenheit? Oder gibt es Dinge, die du bereust? Hast du vielleicht sogar das Gefühl, dass du schon wieder ein Jahr verloren hast? Dass all die Zeit an dir vorbeigezogen ist und du einfach nicht weißt, wo sie nur geblieben ist?

Wenn du mit Wehmut und Frust an das bald vergangene Jahr denkst, geht es dir wie vielen Menschen. Du bist mit diesen Gefühlen und Gedanken nicht alleine. Auch ich kenne diese Gedanken.

Doch so muss es nicht sein. Es gibt einen Weg, das vergangene Jahr mit einem guten Gefühl abzuschließen. Ein Weg, der dir hilft, dir deine verlorene Zeit zurückzuholen. Dir klar darüber zu werden, wo all die Zeit geblieben ist und dich an all die vergessenen Momente zu erinnern, die gut waren und die du eigentlich gar nicht vergessen wolltest.

 

Die verlorene Zeit zurückholen

 

Ende 2018 habe ich mich zum ersten Mal bewusst hingesetzt, um mein zurückliegendes Jahr ausführlich zu reflektieren. Ich habe die Zeit zwischen den Jahren dazu genutzt, mir genau anzuschauen, wo die letzten zwölf Monate geblieben sind. Ich habe meinen Kalender, mein Tagebuch und andere Aufzeichnungen durchforstet, um mir wieder ins Gedächtnis zu rufen, was ich schon längst vergessen hatte.

Was war noch mal Anfang Januar? Und wie hab ich meine Zeit im Frühling eigentlich verbracht? Wo sind die Sommermonate hingegangen, die vielen langen Tage mit den schönen, lauen Nächten?

Ich bin Monat für Monat das vergangene Jahr durchgegangen und habe mir zu jedem einzelnen Monat alles Wichtige aufgeschrieben, was passiert ist. All die schönen und die schwierigen Momente, die Herausforderungen und Erfolge, die schweren und die leichten Stunden.

Am Ende war ich total baff: So viel war in diesen zwölf Monaten geschehen, an das ich gar nicht mehr gedacht hatte. So vieles, was ich geschafft, bewältigt und durchgestanden hatte. So vieles, was mir anfangs wie eine nicht zu bewältigende Hürde erschien, die ich dann letztlich doch geschafft hatte.

Ich erinnerte mich plötzlich an so vieles, was ich einfach vergessen hatte, weil die Zeit vergangen war und immer wieder neue Dinge passiert waren, die das Geschehene in den Hintergrund gedrängt hatten. So vieles, das der Alltag verschluckt hatte. So dass ich am Ende tatsächlich glaubte, dass in den vergangenen zwölf Monaten nicht viel passiert war, dass sich nichts bewegt und verändert hatte, dass ich einfach nichts erreicht hatte.

 

Längst vergessene Schätze bergen

 

Doch jetzt, nachdem ich mir die zurückliegende Zeit ganz genau angeschaut hatte, wusste ich, dass es so nicht war.

Ich sah mein vergangenes Jahr wieder deutlich vor mir. Jeder einzelne Monat füllte ein bis zwei Seiten meines großen Notizbuchs. Jeder einzelne Monat enthielt so viele besondere und erinnerungswürdige Momente, die ich ganz und gar vergessen hatte. Und an die ich mich vielleicht nie wieder erinnert hätte, wenn ich nicht diesen sehr bewussten Jahresrückblick gemacht hätte.

Natürlich sah ich jetzt auch die unschönen Momente wieder. All das, was ich gerne vergessen und verdrängt hatte. Woran ich mich eigentlich nicht wieder erinnern wollte.

Doch neben diesen weniger schönen Erinnerungen erstrahlten auch all die guten, hellen, freudvollen Momente. All die kleinen und großen Erfolge, all die Dinge, die ich geschafft hatte.

Ja, es gab auch Misserfolge und Momente, in denen ich wirklich nicht stolz auf mich war. Fehler, die ich gerne rückgängig gemacht hätte. Aber es gab auch die Erinnerungen, die mich mit Freude, Dankbarkeit und Stolz erfüllten. Und die ich leider genauso vergessen hatte wie die weniger schönen.

 

Frieden schließen mit 2019 – Zwei Sichtweisen, die dir Gewicht von deinen Schultern nehmen

 

Wenn wir unser vergangenes Jahr bewusst reflektieren, kommt die ganze Facette an Erinnerungen wieder hoch, die schönen wie die unschönen. Am liebsten würden wir uns nur mit den schönen Seiten befassen, das ist absolut verständlich.

Und ja, diese guten Momente wollen gewürdigt und gefeiert werden. Du hast es verdient, dir noch mal ganz bewusst vor Augen zu halten, was alles gut war, was du erreicht, welche Hürden du gemeistert hast, was dir Gutes widerfahren ist.

Doch auch die Erinnerung an die unschönen Dinge enthalten ungeahnte Schätze, die dein Leben enorm bereichern können. Ich möchte dir zwei Sichtweisen zeigen, mit denen du die negativen Erfahrungen des letzten Jahres in einem ganz anderen Licht sehen und dadurch die Schätz bergen kannst, die darin liegen.

 

Die eigenen Stärken erkennen

 

Schau dir einmal ganz genau an, was du in den vergangenen zwölf Monaten alles durchgestanden hast. Was du alles bewältigt hast. Du bist da durchgegangen, hast es ausgehalten und bist nicht daran zerbrochen oder gar untergegangen.

Vielleicht ging es dir schlecht, vielleicht hast du dich auch ganz schwach und zerbrechlich gefühlt und warst ohne Hoffnung und Zuversicht.

Führe dir jetzt einmal bewusst vor Augen, wie viel Kraft es gebraucht hat, dass du da durchgegangen bist. Dass du das ausgehalten und ertragen hast.

Ja, es waren keine schönen Momente. Aber es waren Momente, in denen sich eine bestimmte Art von Kraft und Stärke in dir gezeigt hat. Dein Durchhaltevermögen. Deine Ausdauer und deine Widerstandskraft.

Denn du bist heute noch hier, du hast es überstanden und hinter dir gelassen. Du bist hingefallen, aber du hast dich irgendwann auch wieder aufgerappelt, bist aufgestanden und hast weitergemacht. Und das ist etwas, worauf du absolut stolz sein kannst.

 

Was uns diese Selbstreflexion schenkt

 

Wir wollen an diese unschönen Momente in der Regel nicht erinnert werden. Doch wenn wir unseren Blick darauf verändern, wird das, woran wir am liebsten nie wieder zurückdenken würden, zu einer Quelle der Kraft und eines guten und starken Selbstwertgefühls.

Selbstliebe lernen kostenloses E-BookDenn diese Momente führen dir deine eigene Kraft und Stärke vor Augen, ohne die du damals ja wirklich untergegangen wärst. Aber du bist nicht untergegangen. Du bist da durchgegangen und hast es überstanden.

Und jetzt liegt es hinter dir und du kannst mit Abstand darauf schauen. Mit dieser Art der Selbstreflexion kannst du wahrnehmen, welche positiven Eigenschaften durch diese Herausforderung in dir zum Vorschein kamen.

 

Das Gute im Schlechten

 

Eine andere Perspektive, die dir Hilft, das Positive aus dem Negativen herauszuziehen, liegt in diesen Fragen:

Was hast du aus dieser Erfahrung gelernt? Welche wertvolle Erkenntnis hast du damals gewonnen, die du womöglich nur auf diese Weise gewinnen konntest und die für deinen weiteren Weg von unschätzbarem Wert ist?

Hat diese Erfahrung, dieses unschöne Ereignis dich vielleicht mit Menschen in Kontakt gebracht, die du sonst gar nicht kennengelernt hättest und die dir heute sehr am Herzen liegen? Hat es dir besondere Möglichkeiten und Wege eröffnet oder dir sonst auf irgendeine Weise etwas Positives gebracht?

Es gibt Erfahrungen, bei denen es Jahre braucht, bis wir sie in einem anderen Licht sehen können. Wo der Schmerz lange anhält und wir das, was möglicherweise gut daran war, heute noch nicht sehen können.

Das ist vollkommen okay. Der Schmerz darf da sein. Er hat seine Berechtigung und möchte gefühlt werden.

Doch bei vielen Situationen aus unserer Vergangenheit kann uns dieser Persektivwechsel helfen, Schätze zu bergen. Und wenn uns das gelingt, können wir das vergangene Jahr mit einem guten Gefühl hinter uns lassen und mit Kraft und Zuversicht das neue Jahr beginnen.

 

Mit Zuversicht und Lebensfreude den Neuanfang wagen

 

Möchtest du gerne Frieden schließen mit all dem, was 2019 nicht so lief, wie du es dir gewünscht hättest? Sehnst du dich danach, schmerzhaften Ballast hinter dir zu lassen und mit alten Kapiteln abzuschließen – für einen echten Neuanfang? Würdest du gerne mit einem Gefühl von Zufriedenheit und Stolz auf dein Jahr 2019 zurückblicken, um mit Kraft und Zuversicht in das neue Jahr zu starten?

Am 28. und 29. Dezember 2019 begehe ich in einer kleinen Runde von nur 8 Teilnehmerinnen den achtsamen Jahreswechsel, bei dem wir gemeinsam Frieden schließen mit 2019 und eine klare und wunderschöne Vision für 2020 entwickeln.

In diesem Seminar wirst du die Schätze des vergangenen Jahres bergen und dir Klarheit darüber schaffe, wie dein neues Jahr aussehen soll, was du dir dafür wünscht und was dir wirklich wichtig ist. Am Ende der zwei Tage wirst du deine Wünsche und Träume als klare Vision mit nach Hause nehmen, die durch ein wunderschönes Visionboard zum Ausdruck kommt, das dir während des ganzen Jahres viel Lebensfreude schenken wird.

Doch nicht nur das. Du hast auch eine innere Haltung gewonnen, die es dir möglich macht, mit Leichtigkeit und Zuversicht auf deine Ziele zuzugehen und sie somit Stück für Stück zu realisieren.

Möchtest du mehr über das Seminar erfahren? Dann schau doch mal hier vorbei: achtsamerjahreswechsel.de

Ich würde mich sehr freuen, diese zwei Tage mit dir gemeinsam zu verbringen.

 

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Foto: Anita Gryz 

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