Wie ich andere um Hilfe bat und dafür reichlich beschenkt wurde

Um Hilfe bitten

 
Ich möchte dir heute von einer wunderschönen Erfahrung erzählen, die ich in den vergangenen Tagen gemacht habe.

In der letzten Woche habe ich an einer Online Challenge teilgenommen, die mir dabei geholfen hat, noch besser für mich herauszufinden, wer ich als Coach bin und für wen ich wirklich da bin.

Diese Challenge hat mir wahnsinnig viele wertvolle Erkenntnisse gebracht und ich habe sehr viel dabei gelernt. Zudem hat mir die Art und Weise, wie die Anbieterin der Challenge arbeitet und mit ihren Teilnehmerinnen umgeht, gut gefallen.

Als sie am Freitag, am Ende der Challenge ihren kostenpflichtigen Kurs beworben hat, war für mich schnell klar, dass ich daran teilnehmen will. Meine innere Stimme hat sofort lauf “Ja!” gerufen. Und als mein Verstand dann noch die Fakten, also alle Infos über den Kurs gecheckt hat, stand für mich fest, dass ich da mitmachen würde.

Es gab nur ein Problem: Ich hatte schlichtweg nicht so viel Geld, wie der Kurs kostete.

Wie komme ich nur an das Geld, das mir fehlt?

 
Da die Entscheidung über meine Teilnahme längst gefallen war, ging es nun darum, einen Weg zu finden, mein Vorhaben umzusetzen: Wie kam ich in kürzester Zeit an so viel Geld? Die Anmeldung war zeitlich begrenzt und für Frühbucher gab es einen wertvollen Bonus, den ich mir nicht entgehen lassen wollte (eine zusätzliche kostenlose Coaching-Session).

Ich entschied mich, einige der Menschen, zu denen ich eine enge Beziehung habe, um finanzielle Unterstützung zu bitten. Ich wusste, es würde mir nicht leicht fallen. Doch ich nahm all meinen Mut zusammen, denn diese Angelegenheit war mir wirklich wichtig!

Zudem ging ich ein zweites “Wagnis” ein. Ich schrieb der Kursleiterin eine Mail, in der ich ihr voller Freude von meiner Entscheidung über meine Teilnahme an ihrem Kurs erzählte.

Ich überwand meine inneren Widerstände und schilderte ihr meine finanzielle Situation. Und ich fragte sie, ob ich den wertvollen Bonus auch erhalten könnte, wenn ich erst montags buchte, sobald ich das Geld zusammen hätte. Die Frühbucherfrist für den Bonus lief allerdings schon Samstagnacht aus.

Die erste schöne Überraschung

 
Ich war mir ziemlich sicher, dass sie ablehnen würde. Weil sie ja sicherlich “gute Gründe” für diese zeitliche Limitierung hatte. Außerdem war es für mich nicht gerade angenehm gewesen, mich ihr so “bedürftig” zu zeigen und mir diesen Gefallen bei ihre zu “erbettel” (die negativen Glaubenssätze sprudelten nur so in meinem Kopf hervor).

Ich glaubte jedenfalls nicht an ihr Entgegenkommen. So etwas gibt es doch in der Businesswelt eigentlich nicht. (Noch so ein Glaubenssatz…)

Trotzdem machte ich es, weil ich mir dachte: Fragen kostet nichts! Und was habe ich schon verloren, wenn sie ablehnt? Wer weiß, vielleicht ist sie ja doch einverstanden. Ich wollte es einfach riskieren.

Kannst du dir denken, was geschah? Wie die Kursleiterin tatsächlich reagierte?

Sie gewährte mir den zeitlichen Aufschub und ich erhielt den Bonus trotz verspäteter Buchung. Ohne Wenn und Aber.

Ich war sprachlos! Und so, so happy!

Die nächste Herausforderung

 
Doch das war noch nicht alles. Denn ich musste mich ja noch auf meine Sponsoren-Tour begeben und meine Freunde und Familie um finanzielle Unterstützung bitten. Vielleicht kannst du dir vorstellen, dass auch das keine besonders verlockende Aussicht für mich war.

Eines kann ich dir sage, noch vor ein paar Jahren hätte ich das nicht gemacht. Weder mich so hoch verschuldet noch andere Menschen, die mir wichtig sind, um Geld gebeten.

Doch einerseits hatte ich inzwischen gelernt, dass es einfach wichtig ist, in die Dinge zu investieren, die einem wichtig sind. Meistens geht es um Zeit und Energie, manchmal aber auch schlichtweg um Geld.

Und andererseits hatte ich mich in den vergangenen Monaten schon oft darin geübt, andere Menschen um Hilfe zu bitten und diese auch anzunehmen.

Noch mehr angenehme Überraschungen

 
Ich rief zuerst bei einem guten Freund an. Er fühlte meinem Vorhaben auf den Zahn und wollte prüfen, ob das auch wirklich eine gute Idee war und ob ich mich da nicht von einer cleveren Marketingstrategie übers Ohr hauen ließ.

Ich stellte mich seinem “Verhör”, war ihm dankbar für seine Fürsorge und konnte ihn letztlich von meinem Vorhaben überzeugen. Und am Ende sagte er mir fest zu, mir so viel zu überweisen, wie er gerade erübrigen konnte.

Wow, das war echt schön und ein guter Anfang!

Als nächstes rief ich meine liebe Mama an. Ich rechnete auch hier schon mit Bedenken und Einwänden. Doch nach wenigen Minuten, in denen ich ich erklärte, worum es ging, fragte sie mich: “Wie viel brauchst du?” Ich sagte ihr, dass es schön wäre, wenn sie einen kleinen Teilbetrag übernehmen würde und dass ich noch andere um Unterstützung bitten würde.

Der nächste Satz war nüchtern und lapidar: “Plane mich für den Restbetrag mit ein.” Sie wollte mir den gesamten Restbetrag leihen!

Ich war sprachlos. Jetzt noch mehr. Ich konnte mein Glück einfach nicht fassen. Ich fühlte mich so beschenkt vom Leben!

Manchmal kommt es ganz anders, als man denkt

 
Ich dachte zwar, dass meine Mutter mich unterstützen würde. Aber mit so einer großen Unterstützung, ganz ohne mit der Wimper zu zucken, hätte ich nicht gerechnet. Wirklich nicht.

Denn meine Mutter ist in Sachen Geld eher der sparsame und vorsichtige Typ und normalerweise überlegt sie sich dreimal, wo sie ihr Geld hingibt.

Doch sie vertraut mir. Und sie glaubt an meine berufliche Zukunft.

Ihre Geste berührte mich tief und erfüllte mich mit Dankbarkeit. Nicht nur das Vertrauen und der Glaube an mich. Es war auch das Gefühl, dass das Leben für mich da ist und dass ich immer die Unterstützung bekomme, die ich gerade brauche. Dass ich mich nur für die Möglichkeiten, die mir geboten werden, öffnen muss und dass dann alles ganz leicht wird und fast wie von alleine läuft.

Über den eigenen Schatten springen

 
Warum erzähle ich dir das Ganze? Und was hat das mit dir zu tun?

Ich berichte dir von dieser Erfahrung, weil sie mir etwas ganz Wichtiges gezeigt hat. Sie hat mir wieder einmal vor Augen geführt, dass es sich lohnt, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Dass wir nie wissen, wie der andere auf unsere Bitte reagiert.

Natürlich hätte es auch sein können, dass die Kursleiterin meine Bitte ablehnt. Und es war in meinen Augen äußerst naheliegend, dass mir meine Mutter nur einen Teilbetrag beisteuert und nicht den größten Anteil ganz selbstverständlich übernimmt.

Doch es kam viel, viel besser, als ich es mir hätte vorstellen können.

All das konnte jedoch nur geschehen, weil ich andere Menschen um etwas gebeten habe. Weil ich meine Ängste und Widerstände überwunden habe und mich ihnen geöffnet habe.

Ich habe mich dadurch angreifbar und verletzlich gemacht. Ich habe ihnen meine Schwäche offenbart und gezeigt, dass ich Hilfe brauche.

Doch ich wurde reichlich dafür belohnt.

Du bist nicht alleine

 
Früher hätte ich nicht einmal daran gedacht, andere um Unterstützung zu bitten. Ich hätte mir direkt gesagt, dass ich das Geld nicht habe und den Kurs deshalb nicht machen kann. Ich hätte eine wertvolle Chance vorbeiziehen lassen.

Doch in den letzten Jahren habe ich verstanden, dass wir nicht alleine sind auf diese Welt. Dass wir uns mit unseren Problemen und Herausforderungen nicht alleine auseinandersetzen müssen. Dass wir einander helfen und uns gegenseitig unterstützen können. Und dass dadurch alles so viel leichter wird.

Auch du musst deinen Weg nicht alleine gehen. Auch du musst dich nicht alleine durchschlagen.

Das, was ich erlebt habe, ist im Grunde nichts besonderes. Denn die meisten Menschen freuen sich darüber, wenn sie anderen helfen können. Doch sie können nicht helfen, wenn sie nicht wissen, wo ihre Hilfe benötigt wird.

Wenn du andere Menschen, denen du vertraust, um Hilfe bittest und dies ganz ohne Erwartung und Druck tust, wird dich das Leben öfter überraschen, als du dir das jetzt gerade vorstellen kannst.

Sei mutig und lasse dich überraschen

 
Gemeinsam sind wir stark. Und gemeinsam können wir viel mehr erreichen als alleine.

Ich möchte dich ermuntern, dich den Menschen in deiner Umgebung, denen du vertraust und bei denen du dich wohl fühlst, anzuvertrauen. Öffne dich ihnen. Erzähle ihnen von deinen Sorgen und Problemen. Und noch viel wichtiger: Bitte sie aktiv um Hilfe und Unterstützung. Lasse sie an dich heran und lasse dir helfen!

Du wirst sehen, die Dinge werden dadurch viel, viel leichter. Es tun sich Wege auf, wo du vorher nur Mauern und verschlossene Türen gesehen hast. Plötzlich werden Dinge möglich, die du lange für unmöglich gehalten hast.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich, diesen mutigen Schritt zu wagen.

Das Leben wird dich reichlich dafür belohnen.
 
 
Foto: unsplash-logoPriscilla Du Preez
 

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Ein Kommentar

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